Solaranlagen
Mirox bietet Ihnen vollständiges Monitoring und vollständige Analyse für Photovoltaik-(PV-)Solaranlagen jeder Größe, von kleinen Aufdachsystemen bis hin zu großen Solarparks im Versorgungsmaßstab — mit einem Digital Twin pro Anlage, der Ihnen nicht nur sagt, dass eine Komponente unterdurchschnittlich abschneidet, sondern auch warum.
Unterstützte Konfigurationen
Anlagenarchitekturen
- Aufdachanlagen — auf Gewerbe- und Industriegebäuden montierte Systeme
- Freiflächenanlagen — Solarparks mit fester Aufständerung
- Nachführsysteme — einachsige und zweiachsige Tracker-Installationen
- Floating Solar — schwimmende PV-Anlagen auf Wasserflächen
Wechselrichtertypen
- String-Wechselrichter — mehrere Strings an zentralisierte Wechselrichter angeschlossen
- Zentralwechselrichter — Großanlagen im Versorgungsmaßstab
- Mikrowechselrichter — Umwandlung auf einzelner Modulebene
- Hybridwechselrichter — kombinierte PV- und Batteriespeichersysteme
Anlagenstruktur
Mirox modelliert eine Solaranlage als Hierarchie und ermittelt ihre Komponenten automatisch aus den Daten, die Ihre Logger melden — Sie geben die Geräteliste nicht von Hand ein:
- Wechselrichter mit einer berechneten primären Ausrichtung (Ost / Süd / West)
- Generatoranschlusskästen (GAKs), die Strings zusammenfassen
- Strings — die einzige Komponentenfamilie, die Sie auch selbst modellieren und bearbeiten können
- Einstrahlungssensoren und Einspeisezähler
Jede Komponente verweist auf ein wiederverwendbares Datenblatt, sodass die Plattform die Herstellerspezifikationen (Wechselrichter-Grenzwerte, Modulkennwerte) kennt, die sie für die Analyse benötigt.
Überwachte Parameter
Produktionskennzahlen
- Echtzeit-Leistung — aktuelle Erzeugung
- Energieertrag — tägliche, monatliche und jährliche Produktion
- Einstrahlungswerte — Messungen der Sonneneinstrahlung
- Performance Ratio — tatsächlicher gegenüber wettererwartetem Ertrag
- Spezifischer Ertrag — Energieproduktion pro installiertem kWp
Umweltdaten
- Umgebungstemperatur — Lufttemperatur am Standort
- Modultemperatur — Oberflächentemperatur der PV-Module
- Windgeschwindigkeit — Einfluss auf Kühlung und Leistung
- Luftfeuchtigkeit — Umgebungsbedingungen, die die Effizienz beeinflussen
Systemstatus
- Wechselrichterstatus — Betriebszustand und Fehler
- String-Monitoring — Leistung einzelner Strings
- Netzanschluss — AC-Kopplung und Netzparameter
- Kommunikationsstatus — Zustand der Datenkonnektivität
Ereigniserkennung
Die Plattform erkennt und meldet automatisch Ereignisse auf Anlagenebene:
- Netzabschaltungen — Produktionsverlust durch den Netzbetreiber
- Externe Abschaltungen — Produktionsverlust durch ein externes Steuersignal
- Überproduktion — Ertrag oberhalb des konfigurierten Grenzwerts
- Quellenverfügbarkeit — Ausfall einer Datenquelle, die die Anlage speist
- Defekt des Strahlungssensors — ein Einstrahlungssensor meldet unplausible Werte
Erkenntnisse auf Komponentenebene
Feinere Probleme — ein degradierter String, ein hängender Logger, Verschattung oder Wechselrichter-Clipping — werden vom Digital Twin pro Komponente sichtbar gemacht, nicht als anlagenweite Ereignisse. Siehe Komponentenbewertung und Verlusterkennung.
Leistungsanalyse
Ein Digital Twin pro Anlage analysiert Ihre Solaranlage auf zwei Arten.
String-Konfigurationsanalyse
Für jeden String erkennt und validiert der Digital Twin die reale Konfiguration anhand dessen, was die Messwerte zeigen:
- Ausrichtung — erkannter Azimut gegenüber dem konfigurierten Wert
- Modulanzahl — konfiguriert gegenüber tatsächlich, mit Kennzeichnung fehlender oder defekter Module
- Wechselrichter-Clipping — DC-Leistung, die die AC-Grenze des Wechselrichters überschreitet, samt verlorener Energie
- Verschattung — Erkennung der Reihenverschattung bei Sonnenauf- und -untergang gegenüber einer Klarhimmel-Referenz
Jedes Ergebnis trägt einen Zuverlässigkeitsstatus, sodass Sie wissen, ob eine Erkenntnis belastbar ist oder auf unzureichenden Daten beruht.
Zustands- und Verlustüberwachung
Ein nächtlicher Watchdog läuft automatisch pro Anlage, simuliert die Produktion, die jede Komponente hätte liefern sollen, und vergleicht sie mit der gemessenen Energie:
- Verlustzuordnung — jeder gemeldete Verlust wird mit der Zuverlässigkeit HIGH, MEDIUM oder LOW gekennzeichnet
- Echter Ausfall versus Datenlücke — ein fehlender Messwert einer gesunden Anlage wird als Kommunikations- oder Logging-Problem behandelt, nicht als Produktionsverlust
- Wetterausschluss — Schnee-, Nebel- und Tauphasen werden ausgeschlossen, sodass Wetter nie fälschlich als Komponentenfehler gezählt wird
- Selbstkalibrierung — das Modell der erwarteten Produktion passt sich über ein gleitendes Zeitfenster an das reale Verhalten jeder Komponente an, sodass eine frisch angebundene Anlage einige Tage benötigt, bevor sich die Zahlen stabilisieren
Kein Pyranometer vor Ort erforderlich
Der Watchdog leitet eine Einstrahlungsreferenz aus Ihren ertragsstärksten Strings ab, sodass die Verlusterkennung selbst bei Anlagen ohne dedizierten Strahlungssensor funktioniert.
Integrationsmöglichkeiten
Mirox erfasst Solaranlagendaten über herstellerspezifische Adapter und unterstützende Dienste:
- Wetterdatenanbieter — für wetterbasierte Leistungserwartungen und Prognosen
- Wechselrichter- und String-Logger — direkte Datenerfassung von unterstützter Herstellerhardware
- Netzbetreiber — Einspeisekonfiguration und Compliance
- Meteorologische Stationen vor Ort — lokale Einstrahlungs- und Wetterdaten
Eine Quelle benötigt, die wir noch nicht unterstützen?
Wir können auf Anfrage Adapter für weitere Herstellerhardware entwickeln. Siehe Data Scraper für die aktuelle Quellenabdeckung.
Verwandte Funktionen
- Digital Twin — die physikbasierte Analyse-Engine pro Anlage hinter den Solar-Erkenntnissen
- Verlusterkennung — nach Zuverlässigkeit gestaffelte Zuordnung von Energieverlusten
- Effizienzerkennung — String-Leistungs- und Ausrichtungsanalyse
- Komponentenbewertung — Zustandszustände pro Komponente
- KPI-Dashboard — spezifischer Ertrag, Verfügbarkeit und Produktion auf einen Blick
- Windanlagen und Batteriespeicher — die übrigen unterstützten Anlagentypen